Große Fußstapfen: Wer sind die Showmaster von heute? |
Am Wochenende eröffnete sich eine interessante Frage: Wen kann man heutzutage eigentlich noch getrost als „Showmaster“ bezeichnen? Wer zählt zu den richtig Großen Deutschlands? Ist doch einfach! Da wären Thomas Gottschalk, Günther Jauch, Harald Schmidt und… ja… da hört es auch fast schon auf.
Lassen sich ein Oliver Geissen, ein Jörg Pilawa oder ein Oliver Pocher unter der Begrifflichkeit „Showmaster“ überhaupt kategorisieren? Oder würde man den alten Hasen wie Hans-Joachim Kulenkampff, Rudi Carrell, Peter Frankenfeld, Harald Juhnke oder Peter Alexander damit keinen Gefallen tun?
Laut Wikipedia ist ein Showmaster (der Begriff selbst wurde übrigens von Rudi Carrell geprägt) ein Moderator, der durch eine große Fernsehshow führt. Hinzu kommen – neben der Moderation – humoreske oder musikalische Elemente, die sich vom eigentlichen Moderieren abheben.
Eigenschaften, die man einigen aktuellen Fernsehgesichtern ohne Frage zuordnen könnte. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, wenn man zum Beispiel Stefan Raab oder Carsten Spengemann (Moderation erste Staffel „DSDS“. Für alle, die mit dem Namen nichts mehr anzufangen wussten) in einem Satz mit Wim Thoelke, Robert Lembke oder Joachim Fuchsberger erwähnt.
Wer ist heute eurer Meinung nach noch ein „Showmaster“ und was unterscheidet die Gesichter von früher von den aktuellen, potentiellen Anwärtern auf diesen Titel? Wo sind sie heute geblieben, die großen Namen der Generation MTV? An mangelnder Sendervielfalt dürfte es nicht liegen – die Möglichkeiten und Chancen, Moderator zu werden, sind größer denn je.
Wir wollen vorab euer Feedback, um in Folge 26 der Medien-KuH darüber ein wenig zu philosophieren.
Veröffentlicht am 11. Januar 2010, 13:39 Uhr
Kategorie: Fernsehen
Tags: Carsten Spengemann, Günther Jauch, Hans-Joachim Kulenkampff, Harald Juhnke, Harald Schmidt, Joachim Fuchsberger, Jörg Pilawa, Oliver Geissen, Oliver Pocher, Peter Alexander, Peter Frankenfeld, Robert Lembke, Rudi Carrell, Showmaster, Stefan Raab, Thomas Gottschalk, Wim Thoelke













xforged
11. Januar 2010 um 23:48
Liebe Kühe,
heute noch Showmaster? Wenn schon dann will ich aber das Fernsehballet auch wieder habe und die hole blonde Assistentin (ach die gibt es ja bereits wieder bei Wetten Dass).
Ich will keinen Carell mehr mit Witzen von Fipps Asmussen sehen, oder Thoelke mit so viel Schwung wie ein Zombi. Bitte nicht die alten Formate rauskramen, dann kommt am Ende noch Ingolf Lück bei “Einer Wird Gewinnen reloaded” singend im Smoking die Showtreppe runtergetantzt.
Wir haben doch einen super Showmaster zur Zeit, Kurt Krömer, singt, tantzt, hat ne Showtreppe und ist immer lieb zu seinen Gästen. So macht man das im 21ten Jahrhundert.
Weiter so Xforged
MatzeK
18. Januar 2010 um 10:25
Muss mich da meinem Vorredner anschließen. Krömer finde ich hervorragend, leider hat er sich, vielleicht aus gutem Grund, tief in die dritten Programm vergraben.
Manchmal können ihn Sat1 und Co. für eine Gala oder Clipshow rauslocken, aber ich finde dann merkt man deutlich, dass er keinen Spass an der aufgesetzten Blödelei hat.
Den klassischen Showmaster gibt es meiner Meinung nach im deutschen Fernsehen nicht mehr. Gottschalk verwest im ZDF vor sich hin und…. tja, sonst fällt mir schon gar keiner mehr ein, der dem Begriff überhaupt entsprechen könnte.
In den Zeiten von Hartz4-TV und Date my mom ist es obendrein sehr schwer, die klassische Samstag Abend Unterhaltung neu zu erfinden und zu etablieren. Und das ist schade. Irgendwie.